"Campus Future Driveline" der TH Nürnberg gestartet

Im Mittelpunkt der Kooperation mit MAN Truck & Bus und der FAU stehen auch wasserstoffbasierte Antriebssysteme.

Prof. Dr.-Ing. Frank Opferkuch präsentiert das Konzept des Campus Future Driveline auf dem MAN-Werksgelände in Nürnberg.

Prof. Dr.-Ing. Frank Opferkuch präsentiert das Konzept des Campus Future Driveline auf dem MAN-Werksgelände in Nürnberg. Foto: Matthias Wiedmann / TH Nürnberg

Ein gutes Jahr nach der Unterzeichnung einer entsprechenden Kooperationsvereinbarung hat der "Campus Future Driveline" auf dem Nürnberger MAN-Werksgelände den Forschungsbetrieb aufgenommen. Der Campus verfügt über modernste Versuchs- und Analysetechnik für Batteriesysteme und Brennstoffzellen sowie über neu ausgestattete Labor- und Büroflächen. Hier forschen künftig Wissenschaftler*innen sowie Studierende der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm gemeinsam mit Entwickler*innen des Fahrzeugherstellers MAN Truck & Bus und weiterer Projektpartner unter einem Dach.

Auf dem "Campus Future Driveline" bündelt die TH Nürnberg zudem ihre Forschungskompetenzen in den Bereichen Wasserstoff und Batterien. Dazu wurde das fachübergreifende Forschungsinstitut H2Ohm gegründet, das sich mit angewandter Wasserstoffforschung, elektrochemischen und thermochemischen Energiesystemen befasst. In den hochwertig ausgestatteten Laboren und Prüfständen werden Forschungsprojekte an künftigen Antriebssystemen für schwere Nutzfahrzeuge durchgeführt.

"Die Grundlagen für neue, nachhaltige Antriebssysteme auf Basis von Brennstoffzellen und Batterien sind vorhanden. Um diese Technologien aber auch in schweren Fahrzeugen anwenden zu können, benötigt es praxistaugliche – das heißt robuste, effiziente und wirtschaftliche – Lösungen für Komponenten und Systeme. Daran werden wir unsere Forschungsarbeiten ausrichten", erläutert Prof. Dr.-Ing. Frank Opferkuch, Professor für dezentrale Energiewandlung und Speicherung an der TH Nürnberg.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird sich auch die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) am Campus beteiligen. Während die TH Nürnberg ihre Stärken im Gebiet der anwendungsnahen Forschung und der praxisgerechten Weiterbildung von Berufserfahrenen einbringt, liegt der Schwerpunkt der FAU auf der Grundlagenforschung. Gemeinsames Ziel ist es, die Metropolregion Nürnberg im Rahmen der von der bayerischen Staatsregierung formulierten Wasserstoffstrategie zu einem europäischen Kompetenzzentrum für Wasserstoffantriebe auszubauen.

"Der 'Hydrogen Campus' im MAN-Werk Nürnberg ist vorbildlich – hier findet Forschung und Entwicklung gemeinsam mit Hochschulen auf dem Werksgelände statt. Ein gutes Beispiel dafür, wie 'Hightech made in Nürnberg' entsteht", betont Nürnbergs Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent Dr. Michael Fraas die Bedeutung der Forschungskooperation.
 

Quelle: Pressemitteilungen TH Nürnberg und Stadt Nürnberg

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