Bosch erprobt PEM-Elektrolyse in Bamberg

In Kombination mit dem Testzentrum für Brennstoffzellen schafft das Leitwerk damit einen lokalen Wasserstoff-Kreislauf.

Elektrolyseur in Bamberg mit Bosch Hybrion Elektrolyse-Stacks

Elektrolyseur in Bamberg mit Bosch Hybrion Elektrolyse-Stacks;Foto: Bosch

Die Wasserstoffwirtschaft in der Metropolregion Nürnberg nimmt weiter konkrete Formen an: In Bamberg betreibt die Robert Bosch GmbH nun einen PEM-Elektrolyse-Container mit 2,5 MW Leistung, der vollständig auf erneuerbaren Strom ausgelegt ist. Die Anlage zeigt exemplarisch, wie industrielle Wasserstofftechnologie aus Nordbayern bereits heute im realen Betrieb eingesetzt wird.


Technologie „made in der Metropolregion Nürnberg“

Herzstück der Anlage sind die Hybrion PEM-Stacks, die von Bosch am Standort Bamberg entwickelt und gefertigt werden. Damit stammen sowohl die Systemtechnik als auch die zentralen elektrochemischen Komponenten aus der Metropolregion Nürnberg – ein wichtiger Baustein für regionale Wertschöpfung entlang der Wasserstoffwertschöpfungskette.

Der PEM-Elektrolyseur wandelt Strom aus Windkraft und Photovoltaik in grünen Wasserstoff um und erreicht dabei:

  • Elektrische Leistung: 2,5 MW
  • Wasserstoffproduktion: bis zu 1 Tonne H₂ pro Tag
  • Ausgangsdruck: bis zu 34 bar

Die erzeugte Wasserstoffmenge entspricht in etwa dem Energiebedarf, mit dem ein 40-Tonnen-Brennstoffzellen-Lkw rund 14.000 Kilometer zurücklegen könnte.


Reallabor für Elektrolyse und Brennstoffzelle

Der Wasserstoff-Leitwerk von Bosch dient zugleich als Erprobungsumgebung: Der produzierte Wasserstoff wird im eigenen Testzentrum zur Prüfung von Fuel Cell Power Modules (kurz: FCPM, zu Deutsch: Brennstoffzellen-Antriebssysteme) eingesetzt. Die dabei erzeugte elektrische Energie fließt teilweise zurück in den Elektrolyseprozess. So entsteht ein praxisnaher Kreislauf aus Wasserstofferzeugung, -nutzung und Systemoptimierung.

Das Projekt verdeutlicht, welches Potenzial die PEM-Elektrolyse für eine flexible, skalierbare und klimafreundliche Wasserstoffproduktion bietet – insbesondere für industrielle Anwendungen. Gleichzeitig zeigt es, dass Schlüsseltechnologien der Energiewende nicht nur importiert, sondern in der Metropolregion Nürnberg entwickelt, gebaut und getestet werden.

Für Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg hy+ ist das Vorhaben ein starkes Beispiel dafür, wie regionale Kompetenz, industrielle Erfahrung und praktische Umsetzung zusammenwirken können – und wie Nordbayern seine Rolle als Wasserstoff- und Innovationsstandort weiter ausbaut.

 

Quelle: Pressemitteilung Bosch; redaktionell geändert durch ENERGIEregion Nürnberg e.V.

 

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