Förderbescheid für Wasserstoff-Tankstelle in Kulmbach übergeben

Bayerisches Wirtschaftsministerium fördert grüne Mobilität im Landkreis mit 2 Millionen Euro.

Förderbescheid-Übergabe für die Kulmbacher Wasserstofftankstelle (v.l.n.r.): Rainer Ludwig (MdL), Ingrid Flieger (Klimaschutzmanagerin Lkr Kulmbach), Florian Schneider (H2KU GmbH), Landrat Klaus Peter Söllner und Rainer Herold (H2KU GmbH)

Förderbescheid-Übergabe für die Kulmbacher Wasserstofftankstelle (v.l.n.r.): Rainer Ludwig (MdL), Ingrid Flieger (Klimaschutzmanagerin Lkr Kulmbach), Florian Schneider (H2KU GmbH), Landrat Klaus Peter Söllner und Rainer Herold (H2KU GmbH)

Erfolgreich und überzeugend haben sich die Kulmbacher Wasserstoff-Akteure um die Förderung einer H2-Tankstelle für Nutzfahrzeuge und PKW beworben. Die neu gegründete Betreibergesellschaft H2KU GmbH, die von den gleichberechtigten Geschäftsführern Florian Schneider, ASK Schneider, und Rainer Herold, MSR-Innovations, repräsentiert wird, erhält die maximale Förderung in Höhe von zwei Millionen Euro vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf knapp 3,1 Millionen Euro.

Florian Schneider, Geschäftsführer ASK Kulmbach und Geschäftsführer der neu gegründeten Beteiligungsgesellschaft H2KU GmbH, stellt das Grundstück für die H2-Tankstelle bereit, seine Freude und auch Erleichterung ist ebenfalls sehr groß: „Die geplante Wasserstofftankstelle ist entscheidender Baustein für die dekarbonisierte Mobilität der Zukunft hier bei uns in der Region. Wir freuen uns daher, dass wir für den Industriestandort Kulmbach damit den ersten Schritt in das Wasserstoffzeitalter gehen können.“

„Durch die Errichtung der Wasserstofftankstelle gehen wir in Vorleistung, um das Henne-Ei-Problem offensiv zu lösen. Wir erwarten durch die Inbetriebnahme der Wasserstofftankstelle eine positive Entwicklung bei der Nutzung von emissionsfreien PKW und Nutzfahrzeugen. Nur wenn in unmittelbarer Umgebung eine Tankstelle zur Verfügung steht, werden Nutzer in Wasserstofffahrzeuge investieren“, so Rainer Herold, Geschäftsführer von MSR-Innovations Kulmbach und der H2KU GmbH.

Ingrid Flieger, Klimaschutzmanagerin des Landkreises Kulmbach und Mitinitiatorin der HyStarter-Initiative, ist sich bewusst: „Die Realisierung unserer Kulmbacher Wasserstofftankstelle bedeutet noch viel Arbeit und ist vom Aufwand her nicht zu vergleichen mit der Installation einer E-Ladestation. Entscheidend ist die Förderung, die wir nun erhalten werden, und somit können wir in die Umsetzung starten. Ein starkes Unternehmensnetzwerk, dem ich nicht genug danken kann, haben wir bei uns im Landkreis Kulmbach, das unsere Aktivitäten stets mit unterstützt und ein Garant für praxisorientierten Umwelt- und Klimaschutz ist.“

Doch die Wasserstoff-Tankstelle ist nur ein Baustein im HyStarter-Konzept des Landkreises. Zusätzlich verfolgt die Modellregion noch diese Ansätze:

  • Steigerung der Erneuerbaren Energien für die Wasserstoff-Erzeugung
  • Schaffung eines Absatzmarktes für Baumaschinen-Hersteller und –Umrüster
  • Einsatz von schweren H2-Maschinen im Steinbruch oder im Straßenbau-Bereich
  • Bildungsoffensive zur Wasserstoff-Mobilität
  • Nutzung von Wasserstofffahrzeugen zur Demonstration für die Instandhaltung und Reparatur
  • H2-Qualifikation für Berufskraftfahrer
  • Entwicklung von H2-Technologien u.a. auch zur Nutzung der Elektrolyse-Abwärme

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